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News aus Polen - kurz und knapp - Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Kultur


29. Dezember 2007

Vollbeschäftigung in vielen polnischen Großstädten

In vielen polnischen Großstädten sind die Arbeitslosenquoten auf so niedrige Werte gesunken, dass man dort von einer Vollbeschäftigung sprechen kann, berichtet die Tageszeitung Rzeczpospolita. Die besten Werte verzeichnen die Küstenstädte Sopot (2,4%) und Gdynia (2,6%). Aber auch im benachbarten Gdansk (3,9%) herrscht eine gute Situation auf dem Arbeitsmarkt. Für Arbeitnehmer günstig ist die Lage ferner in Poznan (3,0%), der Hauptstadt Warszawa (3,1%), in Katowice (3,4%) und in Krakow (3,9%). Die Marke von 5% überschreiten ferner nicht Olsztyn (4,5%) und Wroclaw (4,8%).

23. Dezember 2007

Erster Abschnitt der Autobahn A1 fertig

Gestern ist in Nordpolen der erste, 25 Kilometer lange, Abschnitt der Autobahn A1 zwischen den Anschlussstellen Rusocin bei Gdansk und Swarozyn bei Tczew für den allgemeinen Verkehr freigegeben worden, berichtet das Portal onet.pl. Das Tempolimit beträgt 120 km/h. Während der nächsten zwei Monate kann die Strecke kostenlos genutzt werden. Danach wird (wahrscheinlich) eine Maut erhoben.

21. Dezember 2007

Arbeitslosenquote im November: 11,3%

Nach Angaben des Hauptstatistikamtes, auf die das Portal onet.pl hinweist, betrug die Arbeitslosenquote im November 11,3%. Gegenüber dem Vormonat konnte somit ein leichter Rückgang um 0,1% verzeichnet werden. Vergleicht man den aktuellen Wert mit dem vor einem Jahr, erkennt man eine deutliche Verbesserung, denn im November 2006 lag die Quote noch bei 14,8%.
Die polnische Regierung erwartet, dass die Arbeitslosigkeit in Polen bis Ende 2008 weiter abnimmt und die Arbeitslosenquote dann 9,9% betragen wird.

UniCredit gibt Debüt an Warschauer Börse

Der italienische Bankkonzern UniCredit ist seit gestern an der Warschauer Wertpapierbörse notiert. Mit einem Wert von 270 Mrd. Zloty handelt es sich nach Angaben der Tageszeitung Rzeczpospolita um das kapitalstärkste Unternehmen, dessen Aktien in Polen gehandelt werden. UniCredit ist Eigentümer von 59% der Aktien des polnischen Kreditinstituts Pekao SA.

Sejm verabschiedet Haushalt 2008

Der Sejm hat gestern den Haushalt für 2008 verabschiedet, meldet das Portal onet.pl. Voraussichtliche Einnahmen in Höhe von 281,8 Mrd. Zloty stehen 308,9 Mrd. Zloty als geplante Ausgaben gegenüber. Jetzt befasst sich der Senat mit dem Haushaltsgesetz, das bis zum 25. Januar vom Staatspräsidenten unterzeichnet werden muss.

20. Dezember 2007

Schengen kommt um Mitternacht

In einer halben Stunde beginnt Polen, die Bestimmungen des Schengener Abkommens anzuwenden. Damit fallen die Grenzkontrollen an den Grenzen zu den EU-Nachbarländern Deutschland, Litauen, Slowakei und Tschechien weg. Verstärkt werden gleichzeitig die Kontrollmaßnahmen an der EU-Außengrenze, also den Grenzen zu Russland, Weißrussland und der Ukraine.

Hier ein kurzes Video aus der Nachrichtensendung Wydarzenia des Fernsehsenders Polsat (via gazeta.pl), das polnische Grenzschützer beim Abbau von Hinweisschildern an der polnischen Westgrenze zeigt:

Nasza-klasa.pl macht weiter Schlagzeilen

Kaum eine Webpräsenz hat in letzter Zeit auch in den traditionellen Medien Polens eine so hohe Aufmerksamkeit erlangt wie die Online-Community nasza-klasa.pl. Hinter den rasant wachsenden Nutzerzahlen (auf der Startseite prangt der stolze Hinweis auf über 4 Millionen registrierte Nutzer) verbergen sich aber auch rechtliche und gesellschaftliche Probleme.
Gestern wurde bekannt, dass polnische Kriminalbeamte ihre Enttarnung durch die Veröffentlichung von Gruppenfotos aus Polizeischulen befürchten. Heute berichtet die Gazeta Wyborcza über die Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch die Publikation kommentierter Klassenfotos und auch über Verleumdungen sowie Bedrohungen ehemaliger Schulkameraden. Gemessen an der Nutzerzahl handelt es sich zwar um wenige Einzelfälle, aber viele Betroffene, die glaubten, mit ihrer Schul- und Studienzeit längst abgeschlossen zu haben, sehen sich nun mit für sich nicht besonders rühmlichen Fotos aus Jugendjahren konfrontiert und befürchten einen Imageschaden.
Die Staatsanwaltschaft in Wroclaw (Breslau), wo das Betreiberunternehmen von nasza-klasa.pl ansässig ist, bestätigt den Eingang mehrerer Anzeigen von Personen, die sich durch Forumseinträge verleumdet oder bedroht fühlen. Ein Vertreter des Unternehmens bittet die Nutzer, beim Einstellen von Fotos und Bildern umsichtig vorzugehen. Man werde den Strafverfolgungsbehörde alle Auskünfte erteilen, um Rechtsverletzungen aufzuklären und zu ahnden.

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Verwandter Beitrag im chelmno.info Nachrichtenblog vom 25.01.2008:

Arbeitszeitkiller nasza-klasa.pl - Bürgermeister sperrt Zugriff

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Gericht spricht Aleksandra Jakubowska frei

Aleksandra Jakubowska, ehemalige Vizekulturministerin im Kabinett von Premierminister Leszek Miller, wurde heute vom Vorwurf freigesprochen, im Jahr 2002 widerrechtliche Änderungen in einem Gesetzentwurf vorgenommen zu haben, meldet das Portal onet.pl.

Wehrpflichtige Emigranten steckbrieflich gesucht

In Polen steckbrieflich gesucht werden viele wehrpflichtige polnische Staatsangehörige, die in jüngster Zeit der Emigrationswelle nach West- und Nordeuropa gefolgt sind, es aber versäumt haben, ihren Auslandsaufenthalt der für den Wehrdienst zuständigen Behörde zu melden. In vielen Fällen entstand bei der Behörde der Eindruck, die jungen Emigranten würden sich dem Wehrdienst entziehen, so dass sie Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet hat. Wie man im Portal onet.pl nachlesen kann, soll es tausende wehrpflichtige Polen geben, denen Ärger droht. Viele haben Angst, zu einem Weihnachtsbesuch in ihr Heimatland zu reisen, weil sie nicht ausschließen können, festgenommen zu werden.

Donald Tusk besuchte polnische Soldaten im Irak

Im Vorfeld des bevorstehenden Weihnachtsfestes besuchte Ministerpräsident Donald Tusk gestern eine Einheit der polnischen Armee im Irak. Tusk bekräftigte, dass das polnische Kontingent im kommenden Jahr abgezogen werden wird, heißt es auf der Website seiner Kanzlei. Der seit 2003 dauernde Einsatz soll am 31. Oktober 2008 beendet werden.