27. Januar 2008
Derzeit läuft in Polen in vielen Medien eine öffentliche Diskussion über die jüngst erschienene polnischsprachige Ausgabe eines Buchs, in dem sich der Soziologe Jan Tomasz Gross mit dem Thema Antisemitismus in der polnischen Nachkriegsgesellschaft und der Ermordung von Juden in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg befasst. Dazu gibt der Autor SPIEGEL ONLINE ein Interview mit dem Titel Judenfeindlichkeit war in Polen nach 1945 weit verbreitet, in dem er seine wesentlichen Ansichten und die Kritik, die ihm in Polen entgegengebracht wird, beschreibt.
Weitere Hintergrundinformationen findet man im Deutsch-Polnischen Kalender im Beitrag Debatte über ‘Angst’ von Tomasz Gross geht weiter.

Andreas Prause •

20:28 •
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Viele polnische Zollbeamte sind mit ihrem Gehalt nicht zufrieden und haben sich einem Arbeitskampf angeschlossen, der durch Streikmaßnahmen zu personellen Engpässen an den Grenzübergängen an den östlichen Grenzen Polens führt. Der Zöllnerstreik bringt insbesondere LKW-Fahrer zur Weißglut, die aufgrund der schleppenden Abfertigungen in kilometerlangen Staus stehen.
Nachdem am polnisch-weißrussischen Grenzübergang Kuznica Bialostocka die Wartezeit bis auf 50 Stunden zugenommen hatte, entschlossen sich die LKW-Fahrer zur einer Blockade der Zufahrtsstraße, so dass auch PKW nicht mehr zur Grenze vordringen. Vor dem Grenzübergang Koroszczyn stauen sich nach Angaben des Portals gazeta.pl mittlerweile 1500 LKW und bilden eine 30 km lange Schlange. Hier beträgt die Wartezeit 72 Stunden.
Im Speditionsgewerbe tätige Unternehmen, die erhebliche Verluste erleiden, haben sich zusammengeschlossen und erwägen, durch eine medienwirksame Protestaktion in Warschau, z.B. die Blockade einer Hauptverkehrsstraße, auf ihre Lage und die ihrer Angestellten aufmerksam zu machen.

Andreas Prause •

15:16 •
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Rund 1500 Einsätze landesweit verzeichnete die polnische Feuerwehr in der vergangenen Nacht. Schwere Stürme führten zu umstürzenden Bäumen und Beschädigungen von Dächern und Plakatwänden, die Sicherungsmaßnahmen erforderlich machten, schreibt das Portal onet.pl. In der Gemeinde Ciechanow in der Woiwodschaft Masowien wurde ein 26-jähriger Autofahrer in seinem Fahrzeug von einem umfallenden Baum tötlich verletzt.
Auch Bahnreisende bekamen die Folgen der Schlechtwetterfront zu spüren, denn viele Züge erreichten nur mit Verspätung ihre Bahnhöfe. Vom Sturm besonders betroffen war die Region Großpolen, wo in etwa 730 Ortschaften die Stromversorgung unterbrochen wurde. Aber auch in anderen Landesteilen haben die technischen Mitarbeiter der Stromversorger heute alle Hände voll zu tun, um beschädigte Leitungen zu reparieren.

Andreas Prause •

12:38 •
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26. Januar 2008
Die polnische Regierung will die Nutzung umweltfreundlicher Energien verstärkt fördern. Wie man im Portal onet.pl lesen kann, werden Hauseigentümer, die Biomasse als Heizmittel einsetzen oder ein Wasserkraftwerk oder Windrad zur Stromerzeugung bauen wollen, günstige Darlehen oder gar Zuschüsse erhalten können.
Konzentrieren will man sich auf preisgünstige Heiztechniken. So kostet die Beheizung eines 150 qm großen Einfamilienhauses mit Hilfe eines mit Stroh oder Holzspähne befeuerten Heizkessels rund 5000 Zloty jährlich, heißt es in dem Bericht.
Weitere Lösungen, für deren Einsatz der Staat werben will, sind Sonnenenergie, Windräder, Wärmepumpen und Biogas.

Andreas Prause •

10:16 •
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Nach Angaben des Hauptstatistikamts gibt es in Polen mittlerweile mehr Mobiltelefone als Menschen. Auf 100 Einwohner entfallen nämlich 109 SIM-Karten. Insgesamt waren Ende 2007 rund 41,5 Mio. SIM-Karten in Betrieb, schreibt das Portal gazeta.pl.

Andreas Prause •

09:02 •
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24. Januar 2008
Wer schon immer davon geträumt hat, eine stattliche Burg aus dem Mittelalter zu besitzen, und einen dreistelligen Millionenbetrag (in Zloty) locker machen kann, sollte einen Blick auf den Beitrag Mittelalterliche Burg in Gniew (Mewe) wird verkauft im chelmno.info Nachrichtenblog werfen.

Andreas Prause •

18:35 •
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Nach derzeitigen Erkenntnissen sind beim Flugzeugunglück in Miroslawiec 20 Personen ums Leben gekommen, darunter hochrangige Offiziere der polnischen Luftwaffe, die an einer Konferenz in Warschau teilgenommen hatten und auf dem Rückweg zu ihren Stützpunkten waren. Da die Maschine zuvor Zwischenlandungen vorgenommen hatte und Passagiere ausgestiegen waren, war zunächst unklar, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Absturzes noch in der Maschine befanden.
Der Unglücksort, an dem das Flugzeug vollkommen ausbrannte, liegt rund einen Kilometer vor der Landebahn des Militärflughafens Miroslawiec in einem Waldgebiet. Inzwischen wurde der Flugschreiber gefunden. Die Untersuchung der Ursachen kann aber, so sagten Experten gestern abend im Fernsehen, mehrere Wochen dauern.
Ein Sprecher der polnischen Luftwaffe erklärte, dass die verunglückte Maschine vom Typ CASA C-295M im Jahr 2007 produziert worden ist und seit dem 1. August 2007 von der Luftwaffe genutzt wird.
Premierminister Donald Tusk und Verteidigungsminister Bogdan Klich haben sich persönlich ein Bild von den Rettungsmaßnahmen am Unglücksort gemacht. Es sei zu früh, über die Ursachen zu spekulieren, sagte der Regierungschef. Es sicherte den Familien der Opfer umfassende Hilfe zu.
Quelle: gazeta.pl, Berichterstattung der Fernsehsenders TVN24
23. Januar 2008
Aktuelle Nachricht:
Nach einer Meldung des Nachrichtensenders TVN24 hat sich auf einem Flughafen bei Miroslawiec im Nordwesten Polens ein Flugunglück ereignet. Bei der Landung soll ein Militärflugzeug vom Typ CASA mit 23 Personen an Bord ein Rad verloren haben.
Ergänzung 20.36 Uhr:
Nun berichtet der Sender, dass sich nur 10 Personen im Flugzeug befunden haben sollen. Nach Angaben der Feuerwehr ist die Maschine in ein Waldgebiet gestürzt. An Bord waren Teilnehmer einer Konferenz zum Thema Flugsicherheit. Das Flugzeug war in Warschau gestartet und sollte in Miroslawiec in Westpommern landen.
Ergänzung 20.54 Uhr:
Es sind zwei Todesopfer zu beklagen.
Ergänzung 21.32 Uhr:
Noch immer gibt es keine eindeutigen Informationen über die Ursache und die Zahl der Opfer. In unterschiedlichen Medien heißt es, dass sieben bis zehn Menschen ums Leben gekommen sind.
Ergänzung 22.41 Uhr:
Nach jüngsten Informationen sollen sich 18 Personen in dem Flugzeug befunden haben. Meldungen über überlebende Passagiere gibt es bisher nicht. Beim Landeanflug in Miroslawiec gegen 19.00 Uhr soll die Maschine Baumwipfel gestreift, dann abgestürzt und in Brand geraten sein. Es gibt auch Berichte, die von einem Absturz des Flugzeugs aus einer Höhe von mindestens 150 m sprechen. Verteidigungsminister Klich sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und sagte ihnen Hilfe zu. Premierminister Donald Tusk wird sich an die Unglücksstelle begeben, teilte eine Regierungssprecherin mit.

Andreas Prause •

20:20 •
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17. Januar 2008
In einer Pressemitteilung des ACE Auto Club Europa heißt es, dass die polnischen Behörden im Kampf gegen Autoschieber neuerdings von Fahrern ausländischer Fahrzeuge grundsätzlich das Mitführen einer besonderen Halter-Bescheinigung verlangen. Aus der Bescheinigung muss nach Angaben des Clubs hervorgehen, dass der Fahrer das fragliche Auto mit Einverständnis des Fahrzeugbesitzers bewegt. Verstöße gegen die neue Vorschrift werden mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 200 polnischen Zloty (umgerechnet rund 50 Euro) geahndet, betonte der ACE unter Berufung auf Auskünfte der Polnischen Botschaft in Berlin. Die Vorschrift zur Halterbescheinigung gilt nicht für den Fall, dass der Fahrzeughalter das Auto selbst steuert oder als Beifahrer mit fährt.
Nachtrag 14.02.2008:
Die Botschaft der Republik Polen in Berlin hat nähere Information und ein Muster dieser Halterbescheinigung veröffentlicht.
Nach einem Bericht der Tageszeitung Rzeczpospolita wird die zuständige Regulierungsbehörde die von den Energieversorgern vorgelegten neuen Stromtarife noch in dieser Woche bestätigen, so dass die Stromkosten in Polen ab Februar um 12-13% steigen werden.

Andreas Prause •

13:41 •
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