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News aus Polen - kurz und knapp - Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Kultur


4. Januar 2008

Donald Tusk fliegt Linie

Seinem eigenen politischen Lager ins Fleisch geschnitten hat der PiS-Abgeordnete J. Brudzinski mit seiner gestern im Fernsehen geäußerten Behauptung, Premierminister Donald Tusk würde seines Wissens nach jede Woche mit einer Regierungsmaschine zwischen Danzig (Gdansk) und Warschau (Warszawa) pendeln. Dadurch provoziert, legte nämlich heute der Chef der Kanzlei des Premierministers eine Liste der Flugbewegungen des fraglichen Flugzeugs seit den letzten Parlamentswahlen vor. Wie das Portal gazeta.pl berichtet, ergibt sich daraus, dass in der Tat sechzehnmal die Strecke Warschau-Danzig-Warschau geflogen wurde. Passagier der TU-154 war jedoch nur in einem Fall Donald Tusk. Die übrigen 15 Flüge hatte der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski, der Bruder des PiS-Vorsitzenden Jaroslaw Kaczynski, absolviert. Die Pressestelle des Premierministers ließ außerdem mitteilen, dass Tusk entweder mit einer Linienmaschine fliegt oder das Auto nimmt, um ins heimische Zoppot (Sopot), der Nachbarstadt Danzigs, zu reisen.

Sturm beeinträchtigt Fähre nach Schweden

500 Passagiere der schwedischen Fähre Stena Baltica, die von Gdynia in Richtung Karlskrona unterwegs ist, hängen seit gestern früh auf dem Schiff fest, das wegen hohen Wellengangs nicht in den Zielhafen einlaufen kann. Nachdem der Kapitän gestern mehrfach versucht hatten, die Anlegestelle zu erreichen, entschloss er sich aus Sicherheitsgründen, das Eintreffen von Schleppern abzuwarten, die erst heute vor Ort sein werden, berichtet das Portal gazeta.pl.

Burg in Lötzen droht einzustürzen

Im masurischen Gizycko (Lötzen) ist ein wesentlicher Teil einer Wand der Deutschordensburg vom Dach bis zum Fundament eingestürzt. Wie das Nachrichtenportal TVN24.pl meldet, ist der Landrat von Gizycko sehr besorgt, weil die derzeitigen Eigentümer nach seiner Ansicht keinerlei Schritte unternommen hätten, um das unter Denkmalschutz stehende Gebäude vor dem Verfall zu bewahren. Sie würden ebenso wie frühere Eigentümer, so sagt der Landrat, die mittelalterliche Burg als Spekulationsobjekt behandeln. Sollte die Schneelast zunehmen, drohen seiner Meinung nach weitere ernsthafte Schäden.
Ein Sprecher der Eigentümer erklärt, dass man auf ein Gutachten der Denkmalschutzbehörde warte und einen Investor suche.

3. Januar 2008

Tomasz Lis wieder bei TVP

Nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit für Privatsender wird der bekannte Fernsehjournalist Tomasz Lis bald wieder im Staatsfernsehen TVP zu sehen sein. In einer TVP-Pressemitteilung heißt es, dass Lis am 25. Februar zum ersten Mal im Zweiten mit seinem neuen Programm auf Sendung gehen wird. Lis, langjähriger Moderator der TVN-Nachrichtensendung Fakty und zuletzt für Polsat als Vorstandsmitglied und Journalist tätig, setzt sich selber zum Ziel, hohe Einschaltquoten zu erzielen.

Umsatzsteuergesetz wird novelliert

Entgegen bisheriger Pläne will die Bürgerplattform doch kein vollkommen neues Umsatzsteuergesetz schaffen, sondern das bisherige grundlegend novellieren. Als Grundlage soll ein Änderungsentwurf dienen, der bereits während der vergangenen Legislaturperiode vom Arbeitgeberverband Lewiatan vorgestellt worden war. Das meldet das Wirtschaftsportal pb.pl. Zbigniew Chlebowski, Fraktionsvorsitzender der Bürgerplattform, kündigt an, den Gesetzentwurf in der kommenden Woche in den Sejm einzubringen.

2. Januar 2008

Nasza-klasa.pl heute nicht für alle erreichbar

Eine Umstellung auf neue DNS-Server führt nach Informationen des Portals gazeta.pl dazu, dass die beliebte Online-Community nasza-klasa.pl heute für viele Nutzer nicht erreichbar ist. Ein Unternehmenssprecher erklärt, dass entgegen anderweitiger Gerüchte kein Hackerangriff erfolgt ist und nasza-klasa.pl spätestens im Laufe der kommenden Nacht wieder für alle Internetuser verfügbar sein wird.

Bürgerplattform und Tusk weiterhin beliebt

Eine von der Tageszeitung Dziennik in Auftrag gegebene repräsentative Meinungsumfrage zeigt, dass Ministerpräsident Donald Tusk und seine Partei auch zwei Monate nach den Parlamentswahlen weiterhin in der Wählergunst ganz oben stehen.
Derzeit würden 52,3% der Polen der von Tusk geführten Bürgerplattform ihre Stimme geben. Auf die Kaczynski-Partei Recht und Gerechtigkeit entfallen 22,7%, auf Linke und Demokraten 7,0% und der Juniorpartner der Koalition, die PSL, muss sich mit 5,8% Sorgen machen, nicht unter die Fünfprozenthürde zu rutschen.
Donald Tusk hat auch gute Chancen, bei den kommenden Präsidentschaftswahlen in zwei Jahren erfolgreich zu sein. 48,8% der Befragten würden nämlich für ihn stimmen, sofern er sich erneut um das höchste Amt in Polen bemühen würde. 29,6% würden dies nicht tun und 21,6% sind sich unsicher.

1. Januar 2008

Kontrolle von E-Mails in der Kritik

Ombudsmann Janusz Kochanowski setzt sich dafür ein, Arbeitgebern gesetzlich zu verbieten, ohne Vorwarnung in die E-Mail-Korrespondenz ihrer Arbeitnehmer Einsicht zu nehmen, berichtet TVN24.pl. Im letzten Jahr durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass zwei Drittel der polnischen Arbeitgeber heimlich die E-Mails ihrer Angestellten kontrollieren. Viele zeichnen auch geführte Telefongespräche auf. Kochanowski möchte, dass Arbeitnehmer zukünftig vom Arbeitgeber auf die Möglichkeit derartiger Kontrollen aufmerksam gemacht werden.

29. Dezember 2007

Vollbeschäftigung in vielen polnischen Großstädten

In vielen polnischen Großstädten sind die Arbeitslosenquoten auf so niedrige Werte gesunken, dass man dort von einer Vollbeschäftigung sprechen kann, berichtet die Tageszeitung Rzeczpospolita. Die besten Werte verzeichnen die Küstenstädte Sopot (2,4%) und Gdynia (2,6%). Aber auch im benachbarten Gdansk (3,9%) herrscht eine gute Situation auf dem Arbeitsmarkt. Für Arbeitnehmer günstig ist die Lage ferner in Poznan (3,0%), der Hauptstadt Warszawa (3,1%), in Katowice (3,4%) und in Krakow (3,9%). Die Marke von 5% überschreiten ferner nicht Olsztyn (4,5%) und Wroclaw (4,8%).

23. Dezember 2007

Erster Abschnitt der Autobahn A1 fertig

Gestern ist in Nordpolen der erste, 25 Kilometer lange, Abschnitt der Autobahn A1 zwischen den Anschlussstellen Rusocin bei Gdansk und Swarozyn bei Tczew für den allgemeinen Verkehr freigegeben worden, berichtet das Portal onet.pl. Das Tempolimit beträgt 120 km/h. Während der nächsten zwei Monate kann die Strecke kostenlos genutzt werden. Danach wird (wahrscheinlich) eine Maut erhoben.