Seinem eigenen politischen Lager ins Fleisch geschnitten hat der PiS-Abgeordnete J. Brudzinski mit seiner gestern im Fernsehen geäußerten Behauptung, Premierminister Donald Tusk würde seines Wissens nach jede Woche mit einer Regierungsmaschine zwischen Danzig (Gdansk) und Warschau (Warszawa) pendeln. Dadurch provoziert, legte nämlich heute der Chef der Kanzlei des Premierministers eine Liste der Flugbewegungen des fraglichen Flugzeugs seit den letzten Parlamentswahlen vor. Wie das Portal gazeta.pl berichtet, ergibt sich daraus, dass in der Tat sechzehnmal die Strecke Warschau-Danzig-Warschau geflogen wurde. Passagier der TU-154 war jedoch nur in einem Fall Donald Tusk. Die übrigen 15 Flüge hatte der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski, der Bruder des PiS-Vorsitzenden Jaroslaw Kaczynski, absolviert. Die Pressestelle des Premierministers ließ außerdem mitteilen, dass Tusk entweder mit einer Linienmaschine fliegt oder das Auto nimmt, um ins heimische Zoppot (Sopot), der Nachbarstadt Danzigs, zu reisen.


